Politik
Bundesregierung zögert bei Kontakten zu neuer iranischer Regierung
GDN -
Die Bundesregierung zögert bei Kontakten zur neuen iranischen Regierung. Während einige europäische Länder sich der neuen iranischen Regierung gegenüber öffnen, droht Deutschland den Anschluss zu verpassen, so das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel".
Die italienische Außenministerin Emma Bonino traf unlängst in Teheran Präsident Hassan Rohani und ihren Amtskollegen Dschavad Sarif. In London wird ein zweites Treffen der beiden Außenminister erwogen, die sich bereits im September in New York kennengelernt haben. Die Bundesregierung plant keine derartigen Gespräche, wie aus Regierungskreisen zu erfahren ist. Dabei könnte Rohani schon Ende Januar in Deutschland auftreten, er ist zur 50. Münchner Sicherheitskonferenz ein geladen. Ein Treffen in Berlin wäre derzeit aber verfrüht, heißt es aus dem Umfeld der Regierung. Bislang habe Iran außer Ankündigungen nichts geliefert. Zunächst wolle man abwarten, wie Teheran sich im Atomstreit und in Syrien verhalte. Außerdem wolle Bundeskanzlerin Angela Merkel die israelische Regierung beruhigen, die stets behauptet, der Westen lasse sich von Iran hinters Licht führen.
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