Politik
US-Wissenschaftler haben keine Anhaltspunkte für Chemiewaffeneinsatz in Syrien
GDN -
US-Wissenschaftler sehen keinerlei Anhaltspunkte für den Einsatz von Chemiewaffen in Syrien. "Der Gebrauch chemischer Kampfstoffe wie Senfgas, Sarin und VX konnte bisher in keinem einzigen Fall durch eine internationale Untersuchung nachgewiesen werden", heißt es dem Nachrichtenmagazin "Focus" zufolge in einer Studie des renommierten "Bulletin of Atomic Scientists".
Auch Zeugenaussagen und die Auswertung von Videoaufnahmen angeblicher Chemiewaffenopfer lieferten keine Hinweise. Vielmehr deuteten Indizien darauf hin, dass nicht-tödliche Stoffe wie Tränengas verwendet wurden. Damit widerspricht die Studie britischen und französischen Vorwürfen gegen das Assad-Regime. Die Briten hätten die physiologischen Beweis-Proben von der Opposition erhalten, sagte einer der Verfasser, Charles Blair. "Es gibt keine verlässliche Nachweiskette, wer alles im Besitz dieser Proben war." Ein Chemiewaffeneinsatz gilt als Auslöser für westliche Militärhilfe an die Rebellen. Diese lehnen 78 Prozent der Deutschen laut einer Emnid-Umfrage für "Focus" ab. TNS-Emnid befragte für das Nachrichtenmagazin am 27. und 28. Mai 1.005 repräsentativ ausgewählte Personen.
Für den Artikel ist der Verfasser verantwortlich, dem auch das Urheberrecht obliegt. Redaktionelle Inhalte von GDN können auf anderen Webseiten zitiert werden, wenn das Zitat maximal 5% des Gesamt-Textes ausmacht, als solches gekennzeichnet ist und die Quelle benannt (verlinkt) wird.