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Uefa-Chef Ceferin stellt Struktur der Fifa infrage

Fußbälle
(Quelle: über dts Nachrichtenagentur)
GDN - Der Präsident des europäischen Fußball-Verbandes, Aleksander Ceferin, stellt den Fußball-Weltverband Fifa in seiner bisherigen Organisationsform infrage. "Was den Weltfußball angeht, ist meine wichtigste Frage: Wie groß sollte die Fifa in Zukunft überhaupt sein?", so der Slowene in der "Süddeutschen Zeitung" (Samstagsausgabe).
"Wofür brauchen wir so eine riesige Organisation - für Transfers? Ich denke nicht. Brauchen wir sie für ethische Fragen? Ich glaube nicht. Wir brauchen sie vielleicht, um die WM zu organisieren. Aber können das die Konföderationen nicht auch? Sie könnten!" Ceferin steht der europäischen Konföderation seit September 2016 vor. Der Slowene wurde als Nachfolger des wegen diverser Affären abgelösten Franzosen Michel Platini ins Uefa-Amt gewählt. Als dringliche Vorhaben nennt Ceferin insbesondere die Regelung von Transferfragen sowie die Kontrolle über die Spieleragenten. Letzteren Bereich habe die Fifa unverständlicherweise dereguliert. Nun würden dem Fußball über die Prämien, die von Beratern und Agenten kassiert werden, Milliarden entzogen. "Heute kann einfach jeder Agent sein - niemand kontrolliert das. Und was, wenn da kriminelle Kräfte einsteigen? Ich weiß nicht, warum die Fifa das dereguliert hat, aber es war kein guter Schachzug." Laut Cefrin solle die Uefa die Regulierung des Transferbereichs im europäischen Raum selbst übernehmen: "Wir sind ein wichtiger Verband", sagte der Slowene, "finanziell dreimal größer als die Fifa. Sie kann uns nicht einfach nur wie eine Konföderation behandeln." An einer Kandidatur für die Fifa-Spitze bei den nächsten Wahlen 2020 als möglicher Gegenkandidat des Schweizer Präsidenten Gianni Infantino sei er aber nicht interessiert, erklärte Ceferin: "Ich liebe meine Arbeit. Und die Heimat des Fußballs ist Europa." In der Uefa sind derzeit 55 nationale Fußball-Verbände zusammengeschlossen, in der Fifa sind 211 nationale Verbände organisiert.
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